Grußwort von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zu den Heidelbeertagen 2010
G R U S S W O R T
Im Jahr 1196 wurde Heidelberg in einer Urkunde des Klosters Schönau erstmals erwähnt. Woher diese von den Staufern gegründete Stadt ihren Namen hat, ist in jener Urkunde allerdings nicht dokumentiert. Deshalb müssen wir uns heute - mehr als 800 Jahre später - mit der Feststellung begnügen, dass es über die Herkunft des Namens Heidelberg keine eindeutigen Erkenntnisse gibt.
Aber es gibt verschiedene Ansätze der Sprachforschung, die den Namen zu erklären versuchen. Einer davon ist, dass die Heidelbeere, die einst in großen Mengen auf den die Stadt umgebenden Bergen wuchs, die Namensgeberin sein könnte. Der Name "Heidel-berg" habe den Begriff "Heidelbeer-Berg" lediglich zu einem Wort zusammen gezogen.
Warum sollte das nicht so sein? Der Heidelberger Künstler Frank Schlottmann hat diese bereits von Gelehrten des Mittelalters gestützte These zum Anlass genommen, dieser blauen Frucht, die heute in den Wäldern um Heidelberg kaum noch anzutreffen ist, mit den von ihm kreierten Heidelbeertagen ein Denkmal zu setzen.
Gern habe ich die Schirmherrschaft über die Heidelberger Heidelbeertage 2010 über-nommen, die uns Anfang Juli eine Woche mit interessanten kulturellen Veranstaltungen präsentieren wird. Frank Schlottmann, der bereits die Heidelberger Weihnachtstasse 2009 mit einem Heidelbeer-Motiv verzierte, hat für diese Veranstaltungswoche jetzt auch das Maskottchen "Heidelberry" geschaffen.
Von der Potsdamer Künstlerin Carmen Janosch stammt die Darstellung des Heidelberger Heidelbeer-Mädchens, das die Heidelbeertage 2010 ebenfalls begleiten wird. Ich wün-sche den diesjährigen Heidelbeertagen viel Erfolg und ein interessiertes Publikum weit über die Grenzen unserer Stadt und Region hinaus.
