Spaziergänge im Stadtwald und Heidelbeerkuchen inspirierten ihn zu seiner berühmten Romanfigur "Huckleberry Finn"

Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain bereiste 1878 Europa, um hier im Umfeld der abendländischen Kultur neue Anregungen
zu finden. Bei seinem dreimonatigen Aufenthalt in Heidelberg inspirierten ihn laut seinen Aufzeichnungen die Heidelbeeren (engl.
huckleberry), denen er bei seinen ausgiebigen Spaziergängen im Stadtwald fast überall begegnete und die er auch in Form von „Heidelbeerkuchen“ leidenschaftlich gerne aß.
So steckt in seiner berühmten Figur des „Huckleberry Finn“ auch ein klein wenig Erinnerung und Liebe an die romantische Stadt am
Neckar. Mit dem Lausbub „Huckleberry“ hatte Twain einen neuen Typ von „Träumer“ geschaffen, der sich das Recht und die Zeit nimmt,
auf seine Art Träume und Sehnsüchte zu leben. Nach wie vor begeistern seine Abenteuer Jung und Alt, denn „Huckleberry“ redet nicht über
den amerikanischen Traum. Er lebt und belebt ihn bis heute.